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Am 06.06.2019 hat der Deutsche Bundestag in Erster Lesung über die Erneuerung der Hebammenausbildung debattiert.

 

„Wir sprechen hier nicht nur über eine veränderter Ausbildung“, so MdB Dietrich Monstadt (CDU). „Konkret setzen wir uns für ein duales Studium für Hebammen ein. Unser Ziel ist eine qualitativ hochwertige und modern ausgestaltete Hebammenausbildung. Dies soll entscheidend zur Steigerung der Attraktivität des Hebammenberufs beitragen. Mit der Ausbildungsreform setzen wir zudem EU-Vorgaben aus der sogenannten EU-Berufsanerkennungsrichtlinie um.“

Die angehenden Hebammen sollen während ihrer gesamten Ausbildungszeit eine Vergütung erhalten. Eine Reform der Ausbildung sei notwendig, weil die Anforderungen an die Geburtshilfe stetig anstiegen. Hebammen arbeiten meist sehr selbstständig und trügen daher viel Verantwortung. Die Anforderungen auf Grundlage des Hebammenausbildungsgesetzes von 1980 entsprächen nicht mehr dem aktuellen Stand.

Am heutigen Donnerstag hat der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung das TSVG verabschiedet.Der Gesetzesentwurf beinhaltet verschiedene Regelungen, mit denen die Heilmittelerbringer unterstützt werden.

 

„Wir ermöglichen Physiotherapeuten viel freieres Arbeiten durch die sogenannte Blankoverordnung“, so MdB Monstadt. „Damit geben wir denjenigen die Versorgungsverantwortung, die auch am Patienten arbeiten und wünschen uns, so eine höhere Wertschätzung für diesen Beruf zu erreichen. Weiterhin setzen wir uns mit diesem Gesetz für faire Löhne in allen Regionen Deutschlands ein“, erklärt der Abgeordnete. „Konkret haben wir u.a. die dauerhafte Entkopplung von der Grundlohnsumme, wie auch die bundesweite Angleichung an die Höchstsätze beschlossen.“

 

Die Blankoverordnung ermöglicht es den Heilmittelerbringern, Dauer, Frequenz und Behandlungsform selbst zu

entscheiden. Ein Arzt muss diese ausstellen und gibt damit einen Teilverantwortungsbereich ab.

Ein wichtiges Ziel zur Stärkung der Situation der Heilmittelerbringer, ist es, Schulgeldfreiheit für die Auszubildenden zu schaffen, wie es in anderen Bundesländern der Fall ist. Dieses Thema adressiert Monstadt stetig bei den zuständigen Landesministerien.

Am heutigen Donnerstag hat der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung das TSVG verabschiedet. Der Gesetzesentwurf beinhaltet verschiedene Regelungen, die die Patientenversorgung verbessern.

 

„Gesetzlich Versicherte warten oft zu lange auf einen Termin beim Facharzt“, so Monstadt. „Durch den Ausbau der Terminservicestellen und die offene Sprechstunden, die Fachärztinnen und Fachärzte jetzt anbieten, können viel schneller Termine vermittelt werden. Ärzte erhalten für die neuen Leistungen eine zusätzliche Vergütung.“

 

Über die Terminservicestelle können gesetzlich Versicherte unter der bundesweiten Rufnummer 116 117 zeitnah einen Termin bei einem Facharzt bekommen. Zukünftig soll eine dauerhafte Erreichbarkeit, auch über eine App, ermöglicht werden. In Akutfällen wird Patientinnen und Patienten über diese Terminservicestellen direkt ein Termin vermittelt – entweder in einer normalen Arztpraxis, in einer Portal- oder Bereitschaftsdienstpraxis oder in einer Notfallambulanz. Dies gilt selbstverständlich auch nachts. Das Mindestsprechstundenangebot der Ärzte wird auf 25 Stunden pro Woche ausgedehnt. Bestimmte Facharztgruppen wie Augenärzte, Frauenärzte oder HNO-Ärzte, die zur Grundversorgung gezählt werden, müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunden anbieten, ohne vorherige Terminvereinbarung.

Der Gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Ehlers, und der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt, der in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter anderem als Berichterstatter für Adipositas und Diabetes zuständig ist,  haben heute einen Masterplan „Gesundes Mecklenburg-Vorpommern 2020“ gefordert: „Übergewicht und Adipositas sind ein mittlerweile ernstes Problem in Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur, dass die Häufigkeit von Adipositas in unserem Bundesland von 2010 bis 2015 deutlich zugenommen hat, auch im Ländervergleich schneidet Mecklenburg-Vorpommern alles andere als gut ab“, sagte Dietrich Monstadt. „Die Lebensqualität und das körperliche und psychische Wohlbefinden leiden unter Adipositas. Weil Mecklenburg-Vorpommern besonders betroffen ist, ist ein Masterplan „Mecklenburg-Vorpommern 2020 – Gesundheit, Sport, Ernährung“ notwendig. Wir wollen Adipositas mit präventiven Maßnahmen frühzeitig entgegen treten. Aber auch eine gezieltere und bessere Versorgung für Betroffene ist dringend notwendig“, sagte der Gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sebastian Ehlers.

 

Forderungen:

(1) Gesundheitsfördernde KITAS – frisch und saisonal, in der KITA gekocht: Im KiFög muss der Aspekt „gesunde Ernährung“ verbindlicher an den Grundsätzen der deutschen Gesellschaft für Ernährung ausgerichtet werden. KITAS mit eigener Küche sollen besonders unterstützt werden. Die Zertifizierung „gesundsheitsfördernde KITA“ sollte stärker publik gemacht werden. Hierbei muss mit relevanten Akteuren, wie Kassenärztlicher Vereinigung, Hebammenverband, Krankenkassen etc. zusammengearbeitet werden.

 

(2) Ausbau und Stärkung der Vorbeugung – Früherkennung von Adipositas. Vielfach wird zu spät in die Früherkennung von Adipositas eingegriffen. Lehrer müssen in ihren Einflussmöglichkeiten gestärkt und im Umgang mit Adipositas sensibilisiert werden. Gesundheitsmanagement sollte Gegenstand des universitären Curriculums werden, insbesondere bei Lehramtsstudentinnen und -studenten.

 

(3) Gesundheitsmodul und Kochen. Nach neueren Studien kochen 30 Prozent der Bevölkerung nicht mehr. Fertigessen und Zeitdruck tragen nicht zu einem besseren Bewusstsein für gesunde Ernährung bei. Das Thema „Gesunde Ernährung“ soll deshalb fester Bestandteil des Schulunterrichts werden.

 

(4) Bewegungsdrang fördern – mehr Sport an die Schulen bringen. Um Freude an Bewegungen besser vermitteln zu können, muss die Anzahl an Sportstunden an den Schulen pro Woche deutlich erhöht werden. Dabei müssen Kooperationsmodelle mit Sportvereinen gefördert werden. Auch Bewegungsangebote in der Schule (Nachmittagsangebote an Ganztagsschulen) sollen die tägliche Bewegung begünstigen.

 

(5) Zuckersteuer einführen. Die Auswirkungen von Zuckersteuern wie in Großbritannien, Ungarn und Mexiko sollten in Deutschland im Hinblick auf deren Übertragbarkeit geprüft werden. Entsprechende Initiativen im Bundesrat werden wir unterstützen.

 

(6) Quengelfreie Supermarkt-Kassen . Die Verantwortung für gesunde Ernährung liegt in erster Linie beim Verbraucher. Insbesondere Kinder werden durch Angebote von Süßigkeiten an Supermarktkassen unnötig in Versuchung geführt. Der Verkauf von Süßigkeiten an Supermarktkassen muss deshalb eingeschränkt werden.

 

(7) Präventionsgesetz umsetzen – Leitfaden Prävention anpassen. Mit Einführung des Präventionsgesetztes 2015 steht der GKV-Spitzenverband in der Pflicht, die Leistungen im Bereich Prävention an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse anzupassen, damit er den Krankenkassen als Handlungsmaxime zur Verfügung steht.

 

(8) Transparente Kalorienangaben auf Lebensmitteln. Am Ende zählt auch die Gesamtkalorienzahl. Verbraucher können nicht immer erkennen, wie viele in einem Lebensmittel enthalten sind. Zwar sind auf jedem verpackten Lebensmittel Nährwerte angegeben, aber nicht jeder rechnet es auf die Kalorienzahl pro Portion um. Auf Verpackungen sollte daher eine realistische Portionszahl und eine Gesamtkalorienzahl angegeben werden. Weiterhin soll bei stark zuckerhaltigen Lebensmitteln oder Limonade die Anzahl der Zuckerwürfel pro Portion graphisch auf dem Etikett festgehalten werden.

 

(9) Adipositas als chronische Krankheit anerkennen – Stigmatisierung beenden. Adipositas nicht als chronische Krankheit anzuerkennen, wird den komplexen Faktoren, die zu Adipositas führen können, nicht gerecht. Die Schuldzuweisung, unter der die Betroffenen oft leiden, kann nicht nur die Krankheit gravierend verschlechtern, sondern auch mit sozialen und psychischen Problemen einhergehen. Eine Anerkennung als chronische Erkrankung erleichtert spätere Abrechnungen mit den Krankenkassen.

 

(10) Spielerische Anreize schaffen – Motivation fördern – Fehlende Prävention, geringe Motivation und mangelnde Kenntnis über Langzeitfolgen bewirken und begünstigen gesundheitliche Fehlentwicklungen in der Bevölkerung. Hier kann also die Anwendung spieltypischer Elemente in einem spielfremden Kontext unterstützend eingesetzt werden. Spielmechaniken können komplizierte Sachverhalte besser kommunizieren, die Motivation durch Wettbewerb Spielerfolge verbessern und nicht sichtbare Langzeiteffekte im Zeitraffer simulieren.

 

(11) Übergewicht frühzeitig erkennen – Anschaffung von Körperkompositionswaagen fördern. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns ist übergewichtig. Bedarfsgerechte Maßnahmen zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Übergewicht gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund dramatisch steigender Fallzahlen bei der Volkskrankheit Diabetes. Standardisiertes Wiegen durch Anschaffungen von Körperfettwagen soll an Kitas, Schulen, Krankenhäusern und bei niedergelassenen Ärzten gefördert werden.