Tour-de-Diabetes-Teilnehmer in Lüneburg empfangen

(Herausgeber: Tour-de-Diabetes)

Einen erfolgreichen ersten Etappensieg konnten die Fahrerinnen und Fahrer der Tour de Diabetes gestern einfahren: Nach einem zwar etwas holprigen Start in Timmendorf Strand und über 100 Kilometern auf dem Sattel der E-Bikes kamen die 12 Typ-1 und Typ-2 Diabetiker erst verspätet in Lüneburg an. Doch vor dem historischen Rathaus wartete Bürgermeister Andreas Meihsies geduldig. „Die Stadt Lüneburg unterstützt so eine tolle Initiative gerne“, so der ehrenamtliche Repräsentant der Hansestadt.

 

Während das aktive Tour-Team noch auf dem Endspurt war, hatte es im Rathaus schon eine rege Diskussionsrunde zum Thema Diabetes gegeben. Ein Bürgermeister, zwei Bundestagsabgeordnete, zwei Professoren und die Organisatoren der Tour - und das eine Ziel: Der Volkskrankheit Diabetes gemeinsam die Stirn bieten. Dietrich Monstadt, Mitglied des Gesundheitsausschuss des deutschen Bundestages und selbst Diabetiker, hatte denn auch gleich zwei Antworten auf die Frage, wie denn mit der Volkskrankheit in Zukunft umgegangen werden soll, parat: „Wir müssen schon bei den Jüngsten mit Aufklärung und Prävention ansetzen - und: Wir brauchen eine Nationale Diabetesstrategie“. 

Die hatte der CDU-Abgeordnete aus Schwerin gleich für den Grünen-Bürgermeister Meihsies schwarz auf weiß gedruckt mitgebracht. Und der bedankte sich nicht ohne eigene Ideen einzubringen: „Lassen Sie uns doch in allen Kommunen Anhörungen im Sozial- oder Gesundheitsausschuss anregen, damit wir das Thema auch hier vor Ort auf den Tisch bringen“, so der Bürgermeister. Lüneburg - das erste Etappenziel derTour de Diabetes - könnte so ein Vorbild und eine Blaupause für andere Städte werden. „So eine große Herausforderung können wir nur gemeinsam meistern“, sagte denn auch der zweite Bundespolitiker am Tisch - Eckhard Pols, Abgeordneter für den Wahlkreis Lüchow-Dannenberg und Lüneburg.

„Das Thema Diabetes in den Köpfen verankern - und aus der Schmuddelecke holen“, das war der Gedanke, der die Organisatoren der Tour, Nina Enczmann und Mike Fuchs, angetrieben hat, das sportliche und organisatorische Wagnis auf sich zu nehmen: Neun Tage, 1001 Kilometer, 12 Teilnehmer - und „Sattelfest - Das Ziel im Blick“. „Wir wollten keine punktuelle Veranstaltung machen, sondern ein Ereignis, das sich wie ein roter Faden durchs ganze Land zieht“, so Nina Enczmann. Und Mike Fuchs ergänzte: „Und dann haben wir uns einfach dazu entschlossen, von Timmendorf zur Zugspitze zu fahren.“

As hätten es die beiden geahnt, kam die Umsetzung der Idee just zur richtigen Zeit: Erst kürzlich  wurde eine Studie aus Dänemark publik, die den Nutzen des Radfahrens für Diabetiker eindeutig belegt. „Dass Sport helfen kann, Erkrankungen vorzubeugen und mit diesen auch besser umzugehen, ist nichts Neues“, sagte denn auch Prof. Stephan Schiemann von der Leuphana Universität Lüneburg. „Aber man kann diese Wirkung nicht oft genug belegen“, so der Sportwissenschaftler.

Dass sich gerade auch chronisch Kranke wie die 12 Diabetiker auf so eine große sportliche Herausforderung einlassen können, das sei nicht zuletzt den immer besseren technischen Hilfsmitteln zu verdanken, sagte Professor Dr. Lutz Heinemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft. So werden die Tour-Teilnehmer nicht nur durch das Unternehmen Bosch unterstützt, das die Motoren für die E-Bikes liefert, sondern die Diabetiker können auf Wunsch auch den Freestyle libre von Abbott nutzen, der mittels eines auf der Haut aufgebrachten Sensors eine kontinuierliche Glukosemessung ermöglicht. „Das war schon ein gutes Gefühl auf der ersten Etappe immer seine Werte zu kennen“, sagte denn auch Teilnehmer Sascha. Aber nicht nur deswegen habe ich im bisherigen Verlauf der Tour das Gefühl, dass ich immer in guten Händen bin.“

 

„Sattelfest – Das Ziel im Blick“ – unter diesem Motto und der Schirmherrschaft von Diabetes DE radeln in diesem Jahr erstmals Diabetiker vom Timmendorfer Strand bis zur Zugspitze: Vom 15.-23. August zieht die „Tour de Diabetes“ durchs Land. Die nächsten Etappenziele sind: Hannover (16.08), Friedland (17.08.), Bad Salzungen (18.08.), Schweinfurt (19.08.), Nürnberg (20.08.), Donauwörth (21.08.), Ammersee (22.08.) und dann die Zugspitze (23.08.). Organisiert wird sie von der Agentur „feen kongress & event“. Der Initiator und Fotograf Mike Fuchs wird die Tour begleiten und Impressionen der gesamten Fahrt einfangen.

 

Mehr Informationen über die „Tour de Diabetes“ wie die genauen Etappenzielorte, einen Zeitplan und regelmäßige Updates der Teilnehmer finden Sie unter der Website http://tour-de-diabetes.de/ oder auf den folgenden Social Media Kanälen: facebook (facebook.com/Tour-de-Diabetes) und Instagram (instagram.com/tourdediabetes).

 


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