Dietrich Monstadt MdB: Volkskrankheit Adipositas stoppen!                                               Europäischer Adipositas-Tag am 21. Mai 2016

Berlin, 19.05.2016

Flaniert man über deutsche Straßen und Plätze, durch Cafés, Restaurants und Einkaufspassagen, dann sieht man immer mehr übergewichtige Menschen.

 

„Dick – dicker – deutsch“ – ein höchst unschöner und übertriebener Spruch, der die Situation aber zumindest teilweise umreißt: Deutschland wird immer dicker. Zum Thema Fettleibigkeit, der schwersten Form des Übergewichts, die eine eigene Krankheit darstellt, findet alljährlich ein Europäischer Adipositas-Tag statt, in diesem Jahr am 21. Mai 2016.

 

Bereits 2010 waren einer Erhebung der WHO zufolge mehr als 60% aller deutschen Männer und knapp 50% der deutschen Frauen übergewichtig. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird sich bis 2030 noch erhöhen – ebenso wie der der Fettleibigen.

 

„Die Zahl derer, die krankhaft übergewichtig sind, wird weiter zunehmen“, so Dietrich Monstadt, unter anderem Berichterstatter für die beiden großen „Volkskrankheiten“ Diabetes und Adipositas der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Allerdings liege Deutschland bezüglich der Fettleibigen noch im Mittelfeld, sehe man sich Erhebungen aus anderen EU-Staaten an. Nichtsdestotrotz mahnt der Gesundheitspolitiker schon jetzt dringenden Handlungsbedarf an: „Seit Jahren ist Deutschland Spitzenreiter, was die Häufigkeit übergewichtiger Menschen in Europa betrifft. Dabei vergessen die Meisten, das Übergewicht keineswegs nur das gute Aussehen und Auftreten schmälert, sondern auch schwere gesundheitliche Folgen haben kann.“ Neben Rücken- und Gelenkleiden sowie Blut- und Herzkreislaufbeschwerden bestünde auch zwischen Übergewicht und Typ-II-Diabetes ein unmittelbarer Zusammenhang.

 

„Ungesunde und unausgewogene Ernährung in Verbindung mit einem akuten Bewegungsmangel führen zu einer vermehrten Zahl Übergewichtiger in unserer Gesellschaft. Diese wortwörtliche Last tragen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern wir alle“, führt Monstadt weiter aus.

 

„In unserer Gesellschaft werden Übergewichtige und Adipöse rasch ausgegrenzt. Man erachtet sie viel zu leicht als alleinverantwortlich für ihr Übergewicht und übersieht dabei, dass Adipositas auch aus einer gesamtgesellschaftlichen Veränderung folgt. Wichtig ist, die Stigmatisierung übergewichtiger Menschen in unserer Gesellschaft zu stoppen, sodass man offen über die Ursachen und den Entwicklungsgang der Fettleibigkeit sowie mögliche Behandlungen sprechen kann“, so der CDU-Bundespolitiker weiter.

 

Sowohl die sozialen Umstände als auch das Verhalten der Erkrankten selbst seien von Bedeutung, wolle man einer Zunahme der „Volkskrankheit“ Adipositas wirksam entgegenwirken.

 

 

Gerade das Essen sei immer noch Einstellungssache. Es bleibe jedem selbst überlassen, wie sie oder er sich ernähren möchte. Das solle sich auch in Zukunft nicht ändern: „Maßvoller Genuss kann und muss erlaubt bleiben“, so der Gesundheitspolitiker. Allerdings sei es wichtig, jedermann über die Gefahren einer Mangel- oder Fehlernährung aufzuklären. Denn: „Wer bewusst isst, isst gesund. Und wer gesund isst und sich regelmäßig bewegt, der wirkt Übergewicht und Adipositas aktiv entgegen“, betont Dietrich Monstadt abschließend.