Weltgesundheitstag 2016 rückt Diabetes in die Mitte des gesellschaftlichen Gesundheitsbewusstseins

Berlin, 06.04.2016

„Begrüßenswert und dringend erforderlich“ lobt der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt (CDU) die thematische Schwerpunktsetzung des Weltgesundheitstages, dessen Auftaktveranstaltung am 7. April 2016 im Deutschen Diabeteszentrum Düsseldorf stattfindet. Der CDU-Gesundheitspolitiker, selbst insulinpflichtiger Typ-II-Diabetiker, ist erfreut darüber, dass die „Volkskrankheit Nr. 1“ in das Augenmerk der Öffentlichkeit rückt: „Diabetes ist die am weitesten verbreitete nicht-infektiöse Erkrankung. Das Leid der Betroffenen währt ein Leben lang und beeinflusst ihre gesamte Lebensführung. Trotz moderner medizinischer Maßnahmen, die ein verhältnismäßig normales Leben ermöglichen, sind die Ursachen des Diabetes bisher nicht bekannt und müssen zwingend weiter erforscht werden.“

 

 

Weltweit sind etwa 415 Millionen Menschen betroffen - Tendenz steigend.

„Bis zum Jahr 2040 erwarten Experten einen Anstieg auf über 600 Millionen Menschen, die weltweit an einem Diabetes leiden. Alle Erkrankten mit ausreichend Insulin, Antidiabetika und hygienischen Blutzuckermess- und Regulierungsinstrumenten auszustatten, ist eine globale Aufgabe“, führt Monstadt, zuständiger Berichterstatter u.a. für Diabetes und Adipositas der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, weiter aus.

Sich dieser globalen Verantwortung bewusst, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Richtlinie herausgegeben, die vor allem die öffentliche Aufklärung zum Ziel hat: Welche Ursachen hat ein Diabetes? Wie kann man diesen entgegenwirken? Was tun bei der Diagnose Diabetes? All diese Fragen sollen geklärt, oft unbegründete Ängste vor der Erkrankung genommen werden.

„Wir müssen die Menschen füreinander sensibilisieren. Mehr als ein Viertel aller Betroffenen lebt unerkannt mit einem Diabetes. Wenn beispielsweise die Symptome einer Unterzuckerung nicht bekannt sind, ist schnelle Hilfe schwer zu finden“, ergänzt Monstadt.

Bisher haben lediglich 18 EU-Staaten diese Richtlinie in Form einer nationalen Diabetesstrategie oder eines nationalen Diabetesplans umgesetzt. Deutschland ist nicht darunter.

„In Deutschland gilt der Diabetes – insbesondere der Typ-II-Diabetes mellitus – als eine Erkrankung derer, die sich vollkommen falsch ernähren und überhaupt nicht bewegen. Aus dieser gesellschaftlichen Schmuddelecke müssen wir endlich herauskommen, der Diabetes muss genauso wie die Adipositas dort ankommen, wo sie von der Anzahl der Erkrankungen her bereits sind: In der Mitte der Gesellschaft“ mahnt Dietrich Monstadt nachdrücklich. Der CDU-Abgeordnete fährt fort: „Die Betroffenen leiden am ehesten unter der falschen Wahrnehmung ihrer Erkrankung. Diabetikerinnen und Diabetiker gibt es immer öfter: Bis 2020 werden in Deutschland beinahe 20 Millionen Betroffene leben. Wir brauchen endlich eine nationale Diabetesstrategie, um diesen Diabetes-Tsunami bremsen zu können“.

Bereits seit vielen Jahren setzt sich Monstadt für einen solchen „Masterplan Diabetes“ ein.

Auch in seiner Wahlheimat Mecklenburg-Vorpommern, das so rasch wie kein anderes Bundesland überaltert, greift der Diabetes immer weiter um sich: „Der demografische Wandel beschleunigt die Zunahme der Betroffenenzahlen. Ältere Menschen sind eher von einem Typ-II-Diabetes mellitus betroffen als Jüngere, wobei unter letzteren immer häufiger Fälle des ernährungs- und verhaltensunabhängigen Typ-I-Diabetes auftreten, erklärt Monstadt.

 

Er begrüße die Themenwahl des Weltgesundheitstages 2016: „Diabetes ist behandelbar – das sollte allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ebenso klar sein wie die hohe und stetig wachsende Zahl der Betroffenen. Der Weltgesundheitstag kann zu diesem allgemeinen Verständnis beitragen – ein wichtiger Schritt hin zu einer nationalen Diabetesstrategie und zur Aufklärung, Behandlung und Bekämpfung des Diabetes“, so Dietrich Monstadt abschließend.